Was ist bei der Haltung eines Hundes zu beachten?

Der Hund ist der treueste Begleiter des Menschen. Seine Domestifikation reicht mindestens 10.000 Jahre zurück, was wohl auch der Grund für die erstaunliche Lern- und Einsatzfähigkeit der pelzigen Vierbeiner ist. Heutzutage ist der Hund weniger Nutztier, dafür aber umso mehr ein lustiger Begleiter für einen längeren Lebensabschnitt, dem es allerdings selbst nur dann wirklich gut geht, wenn Mensch ihm auch ein wenig entgegenkommt.

Die Anschaffung: von Privat oder aus dem Tierheim?

Die Anschaffung eines Hundes als Haustier
© Ron Chapple Studios/Thinkstock

Diese grundlegende Frage steht ganz am Anfang der Anschaffung. Beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile. Hunde aus privater Haltung oder gar vom Züchter können gezielt nach der gewünschten Rasse ausgesucht werden; eine Garantie, die es im Tierheim nicht gibt. Dort steht dafür eine umso größere Auswahl an ganz verschiedenen Hunden zur Verfügung. Auch der idealistische Gedanke kann eine Rolle spielen. Gerade im Tierheim, wo viele Hunde dem Welpenalter schon entwachsen sind, sollte vorher ein gemeinsamer Spaziergang gemacht werden. Dabei zeigt sich schnell, ob Hund und Halter auf einer Wellenlänge liegen. Das ist natürlich auch eine Typsache: Junge oder extrem sportliche Hunde, beispielsweise der Dalmatiner, werden nur bei ebenfalls relativ aktiven Haltern glücklich. Dass dieser Punkt allerdings für fast alle Hunde gilt, wird im folgenden Abschnitt deutlich.

Der richtige Umgang mit dem neuen Mitbewohner: Aufmerksamkeit und Auslauf

Hunde unterscheiden sich von allen anderen gängigen Haustieren. Zum einen, weil sie eine enorme Bindung zum Menschen aufbauen und deswegen viel Beschäftigung brauchen. Zum anderen, weil sie ausdauernde Lauftiere mit viel Kondition und Bewegungsdrang sind. Für eine gute Hundehaltung ist eine gewisse Lebensumstellung also unumgänglich – anders als zum Beispiel die Hauskatze kann der Hund nämlich nicht tagelang stillsitzen. Selbst alte Hunde lieben Spaziergänge an der frischen Luft, auch wenn sie sich dort wesentlich ruhiger verhalten als aktive Junghunde. Als Ergänzung zur körperlichen Betätigung will der Hund außerdem geistig gefordert werden. Neben dem Erlernen von Grundbefehlen sind das Beibringen von Tricks oder das Spielen von speziellen Hundelernspielen eine willkommene Abwechslung, die dem Tier innere Ausgeglichenheit verschaffen.

Die Versicherung für den Hund: unbedingt notwendig

Rechtlich betrachtet zählen Hunde als Objekte. Kommt es zu durch den Hund verursachten Schäden, etwa ein umgestürzter Fahrradfahrer, so haftet der Halter. Hundehalter sollten deswegen in jedem Fall eine Hundehaftpflicht abschließen, die vor etwaigen Unkosten schützt. Glücklicherweise liegen die Kosten einer solchen Versicherung gerade einmal zwischen 50 und 100 Euro jährlich; ein Betrag, den verantwortungsvolle Hundehalter ohnehin zur Verfügung haben sollten. Schließlich verlangt die Finanzplanung ohnehin gewisse Reserven für den Vierbeiner, zum Beispiel, falls es zu einer größeren Operation oder der Hund Medikamente benötigt. Eine Hundehaftpflicht abschließen ist daher, wie der Name schon sagt, absolute Pflicht und sollte so früh wie möglich geregelt werden.