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Burn Out – Emotioneller Tiefpunkt durch zu viel Arbeit?

Frage vom 28.03.2012, 5:06 PM Uhr - gestellt und beantwortet von Olli - Für die Kategorie: FAQs, Medizin und Gesundheit - Mit den Schlagwörtern: , , , , - Kommentare deaktiviert für Burn Out – Emotioneller Tiefpunkt durch zu viel Arbeit?

In unserer heutigen Gesellschaft, in der Zeit Geld ist, ist Stress ein nahezu allgegenwärtiger Begleiter. Dass dies auf Dauer nicht gesundheitsfördernd sein kann, zeigt die steigende Anzahl an Fällen von Burn Out emotioneller Natur. Inzwischen geht man davon aus, dass rund 10 Prozent der Berufstätigen in Deutschland unter dem Burn Out-Syndrom leiden. Doch womit hat man es hier eigentlich genau zu tun und wie ist dieses Krankheitsbild überhaupt entstanden?

Was ist Burn Out?

Wer am Burn Out-Syndrom leidet, ist im wahrsten Sinne des Wortes ausgebrannt. Diese tiefe Erschöpfung ist in erster Linie vor allem auf die Psyche bezogen, kann zu guter Letzt aber auch den Körper und seine Funktionen in Mitleidenschaft ziehen. Das Burn Out-Syndrom ist in der Regel auf beruflichen Stress zurückzuführen. Betroffene ziehen sich mit der Zeit immer mehr aus ihrem sozialen Umfeld zurück, werden apathisch und verfallen dem Pessimismus. Obwohl man nach wie vor merkt, dass sich die Person anstrengt, sinkt das Niveau der Arbeitsergebnisse immer weiter. Der Körper reagiert darauf zum Beispiel mit Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie einem allgemeinen Schwächegefühl. Sollte man diese Symptome bei sich selbst oder bei einer anderen Person bemerken, ist es unbedingt ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Nur dort kann man eine genaue Diagnose erhalten, auf Mutmaßungen darf man sich nicht verlassen.

Die Anfänge des Burn Out

Der Begriff Burn Out wurde in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts geboren und gelangte im Verlauf der letzten Jahrzehnte zu einer unglaublich großen Popularität. Der Psychologe Herbert Freudenberger verfasste im Jahr 1975 den ersten wissenschaftlichen Beitrag zum Thema Burn Out. Ihm folgte im Jahr 1976 die Sozialpsychologin Christina Maslach. Zunächst wurde der Begriff Burn Out mit einem bestimmten Krankheitsbild in Zusammenhang gebracht, das vermehrt bei Personen auftrat, die viel mit anderen Menschen zusammenarbeiten. Heutzutage jedoch kommt es fast innerhalb jedes Berufs zu Fällen von Burn Out. Anhand unterschiedlicher Studien hat sich jedoch ergeben, dass vor allem Erwerbstätige innerhalb der mittleren Führungsebene vermehrt dieser vollständigen Erschöpfung betroffen sind.

Burn out

Burn out emotioneller Art – © VStock/Thinkstock

Ein Burn Out emotioneller Art – nur eine modische Prognose?

Das Thema Burn Out erfreut sich in der heutigen Zeit einer so unglaublichen Beliebtheit, weil es kein Tabu mehr ist. Den Betroffenen geht es in der Regel leichter von Lippen, wenn sie von einem Burn Out emotioneller Art sprechen, als wenn sie zugeben unter Depressionen zu leiden. Viele Psychiater und Psychologen warnen jedoch davor, den Begriff allzu leichtfertig zu verwenden. Obwohl der Begriff so populär geworden ist, sollte er nach wie vor ernst genommen werden – schließlich kann Burn Out die Vorstufe einer Depression sein.

Präventive Maßnahmen, die das Schlimmste verhindern können

Versuchen Sie, die Signale richtig zu deuten und nehmen Sie vor allem die Warnzeichen Ihres eigenen Körpers ernst. Wer merkt, dass einem beinahe die Decke auf den Kopf fällt, sollte rechtzeitig die Reißleine ziehen. Schaffen Sie in Ihrem Alltag Platz für Entspannungsphasen und versuchen Sie, wenn möglich, Ihre Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen. Plane Sie Zeit für einen Yoga-Kurs ein oder besuchen Sie Seminare zu autogenem Training. Insbesondere Frauen sind der Gefahr ausgesetzt, an einem Burn Out – emotioneller Erschöpfung – zu erkranken. Durch Familie, Haushalt und Job sieht sich das weibliche Geschlecht häufig mit einer äußerst anstrengenden Mehrfachbelastung konfrontiert, die ganz automatisch Stress nach sich zieht. Dazu kommt dann noch der Druck, bloß nicht versagen zu wollen, der auch im Zeitalter der Emanzipation nach wie vor auf dem Rücken der Frauen lastet. Im Endeffekt gilt jedoch für beide Geschlechter, dass Sie dem Burn Out-Syndrom und den damit verbundenen Risiken mit dem entsprechenden Ernst begegnen sollten.