Wasser in den Beinen kann vielfältige Ursachen haben

Auch wenn die Gründe unterschiedlich ausfallen, eines vereint das Krankheitsbild: es ist sehr unangenehm. Die Beine sind schwer und träge, Bewegung macht keine Freude mehr. Welche Ursachen Wasser in den Beinen haben kann und wie Sie selber dagegen vorgehen können, soll der folgende Beitrag erläutern.

Mögliche Krankheitsbilder

Je nachdem, welche Gründe zu Wasser in den Beinen führen, bieten sich unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten an. Im Folgenden werden die gängigsten Ursachen aufgezeigt und jeweils Hinweise zur Behandlung gegeben.

  • Wasser in den Beinen ist ein Sammelbegriff für das Symptom geschwollener Beine. Meist ist damit die Art der Schwellung gemeint, die nach einem ganzen Tag laufen und Stehen, womöglich noch im Sommer, entsteht. Diese können Sie selbst leicht behandeln. Füße und Knöchel mit kaltem Wasser oder Umschlägen kühlen und hochlegen! So verschwindet die Schwellung nach kurzer Zeit. Auch eine Massage oder Fußgymnastik können helfen. Die Schwellung entsteht durch die Schwerkraft, die den venösen Rückfluss des Blutes zum Herzen erschwert. Durch den Druck treten flüssige Bestandteile des Blutes ins Gewebe aus. Die Hochlagerung sorgt für den Rückfluss des gestauten Blutes und zum Abtransport des Plasmas. Kommen diese Schwellungen nur bei starker Belastung vor und verschwinden rasch wieder, reicht Ihre Eigenbehandlung aus.
Arzt
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  • Tritt dieses Wasser in den Beinen (medizinisch: Ödeme) allerdings dauerhaft auf, sollten Sie in dringend einen Arzt aufsuchen. Besonders, wenn Sie zusätzlich zu den Schwellungen auch Krampfadern und Besenreiser an Ihren Beinen entdecken. Das Krankheitsbild kann beispielsweise auf eine Herzmuskelschwäche oder Venenerkrankung zurückzuführen sein. Es bedarf daher eingehender Diagnose eines Mediziners, um die richtige Therapie zu beginnen.
  • Eine einseitige Beinschwellung kann auf einer tiefen Venenthrombose gründen, weshalb bei diesem Symptom umgehend ein Arzt aufgesucht werden sollte.
  • Bei Frauen kann es bei starker Fettansammlung in den Beinen zu einem sogenannten Lipödem kommen. Hier hilft die Gewichtsreduktion. Ärztliche Behandlung ist auch hier unabdingbar.
  • Zu dem können Krebsleiden oder Stoffwechselerkrankungen zu Wasser in den Beinen führen. Ebenso Infektionen wie das Erysipel.

Es wird deutlich, dass lediglich in dem erstgenannten Fall die Eigenbehandlung sinnvoll ist. In allen weiteren Fällen muss das weitere Vorgehen sowie die Therapie mit einem Facharzt abgeklärt werden. Erste Anlaufstelle ist immer Ihr Hausarzt.