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Zecken – Wo lauert die Gefahr?

Frage vom 26.07.2012, 3:28 PM Uhr - gestellt und beantwortet von Olli - Für die Kategorie: FAQs, Medizin und Gesundheit, Tierwelt - Mit den Schlagwörtern: , , , - Kommentare deaktiviert für Zecken – Wo lauert die Gefahr?

Zecken – fiese, kleine Parasiten, welche sich bevorzugt an allerlei Tieren und Menschen hängen und sich von deren Blut ernähren. Die kleinen Blutsauger wären eigentlich kein sonderliches Problem, wenn sie nicht gefährliche Krankheiten übertragen würden, die zum Teil tödlich verlaufen können. Gerade Hundebesitzer sollten sowohl ihren Hund als auch ihren eigenen Körper nach Waldspaziergängen untersuchen. Denn Zecken lauern besonders gerne auf Grashalmen und in Büschen, hängen sich von dort an ihr Opfer und saugen drauf los …

Zecken: Wann und wo trifft man sie an?

Zecken

© iStockphoto/Thinkstock

Zecken sind als Unterarten der Milben einzuordnen und ernähren sich grundsätzlich von Blut eines Wirbeltiers. Dabei beißen sie sich jedoch nicht in der Haut fest, weswegen die Bezeichnung Zeckenbiss eher falsch ist, sondern stechen. Vorwiegend sind die kleinen Tierchen in den warmen Monaten aktiv, weswegen man besonders von März bis Oktober von ihnen belästigt wird. Wer nun den Kopf schüttelt und im März nicht mit Zecken rechnet, dem sei gesagt, dass die Blutsauger schon bei acht Grad dazu in der Lage sind, sich zu vermehren und sich natürlich auch zu ernähren. Forscher und Wissenschaftler raten dazu, sich also eher an den Temperaturen, als an den Jahreszeiten zu orientieren. Herrschen im März noch Minusgrade, darf man unbesorgt spazieren gehen. Doch was macht einen Zeckenstich nun so gefährlich?

Krankheiten: Borreliose und FSME

Ein Zeckenstich kann gefährliche Krankheiten mit sich bringen. Laut Forschungen tragen 35 Prozent der Zecken Borrelien in sich, welche für Borreliose verantwortlich sind. Beim Stich werden jene nun auf den Wirt übertragen. Sowohl Mensch als auch Hund können hieran erkranken. Alle Organe, Nervensystem, Gelenke und das Gewebe können von der Infektionskrankheit befallen werden. Symptome sind unter anderem Fieber, aber auch Kopfschmerzen und Hautrötungen an der Einstichstelle. Allerdings sind die Symptome vielfältig, weswegen es schwierig ist, einen Stich und somit Borreliose zu diagnostizieren. Schließlich merkt nicht jeder, dass er gestochen wurde. Im Verlauf der Krankheit kann es zu einer Gesichtslähmung, Hirnhautentzündungen bis hin zu Herzproblemen kommen. Wer nach einem Zeckenstich Symptome bemerkt, sollte sich also durchaus untersuchen lassen, da sie auch FSME übertragen können, was zu Hirnhautentzündungen führt. Gegen FSME kann man sich übrigens auch impfen lassen. Dies ist besonders sinnvoll für Leute, die sich häufig in der Natur aufhalten.

Wie kann ich mich schützen?

Wer viel in der Natur unterwegs ist, der sollte sich also entsprechend schützen und den kleinen Plagegeister gar nicht erst die Möglichkeit geben zuzustechen und sich am eigenen Blut zu laben. In erster Linie sind vor allen Dingen die Beine und Füße betroffen, weswegen man jenen Bereich gut schützen sollte. Hohe, geschlossene Schuhe, Socken und eine lange Hose bieten der Zecke keine Möglichkeit zum Einstich. Natürlich ist es sinnvoll, nicht durch hohes Gras zu stiefeln und lieber den Waldweg zu folgen. Wer mit seinem Hund unterwegs ist, sollte seinen vierbeinigen Freund nach dem Spaziergang nach schwarzen Punkten untersuchen und ihn abtasten. Untersuchen Sie auch sich selbst! Besonders gerne nisten sich Zecken in den Kniekehlen und an erwärmten und verschwitzten Körperstellen ein.

Zeckenstich: Und nun?

Zecken richtig entfernen mit einer Pinzette oder Zeckenzange

© iStockphoto/Thinkstock

Wer trotz Vorsicht eine Zecke am Körper entdeckt hat, sollte nicht in Panik verfallen und versuchen die Zecke mit Öl oder Alkohol zu ertränken und zum „Loslassen“ bewegen. Dies führt nur dazu, dass die Zecke sich übergibt und noch mehr Erreger in den Körper gelangen. Viel mehr sollte man mit einer Zeckenzange oder einer Pinzette zu Werke gehen. Dabei sollte man die Zecke dicht an der Haut packen und jene vorsichtig aus der Haut ziehen. Wer zu ruckartig vorgeht, darf damit rechnen, dass die Stechwerkzeuge der Zecke in der Haut stecken bleiben. Wer sich die Entfernung nicht selbst zutraut, der kann natürlich auch einen Arzt aufsuchen.